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Ya Dig schrieb:
Joa, ganz nett. Es fehlt einfach die eigene Rolle des Verfassers in diesem ganzen Getöse. Finde, da hätte man noch mehr draus machen können. Aber man hat ja immer wat zu kritisieren..;)
26/08 16:50:28
MMe. XYZ schrieb:
Hm. Schon Besseres hier gelesen, wenn ich ehrlich bin. Zu fantastisch und an den Haaren herbeigezogen, einen kleinen Tick zu unwirklich und ja, die Rolle des Autors bei dem Ganzen fehlt mir auch.
Ansonsten: Hut ab für alle, die sich trauen, sich hier als Rookie der (manchmal auch vernichtenden) Kritik der Massen preiszugeben...
Ansonsten: Hut ab für alle, die sich trauen, sich hier als Rookie der (manchmal auch vernichtenden) Kritik der Massen preiszugeben...
26/08 20:15:47
Burned schrieb:
Naja, ne Themaverfehlung halt! Schön geschrieben! Aber hilft ja nichts! Auf die Dauer find ichs aber auch recht anstrenegdn zu lesen!
31/08 17:07:47
Der Graf schrieb:
Ich finde es etwas zu abstrus, etwas zuviel Unrealismus.
Ansonsten aber ganz nett geschrieben.
Ansonsten aber ganz nett geschrieben.
25/09 15:05:27
21/08: Schokoladenbrauner Tod
Frisch zum Ende der Sommerpause ein neuer Rookie, der sich hier dem Urteil der "Massen" stellt. Immer schön fleißig kommentieren.Wir leben in einer hedonistischen Welt, wo die Vergnügungssucht zu gar großartigen Abs- und Exzessen führt. Denn so sprachen schon die alten Philosophen: Wir sind die Analphistel der Konsumgüterindustrie. Eine Remineszenz an ein Genussmittel.
Zu einer beliebigen Zeit, irgendwann im Herbst, irgendwo in Deutschland. Der Fabrikverkauf eines bekannten Schokoladenherstellers, forderte die ersten Todesopfer. Nachdem am vergangenen Samstag, die Tore des Werkgeländes geöffnet wurden, kam es zur Katastrophe. Tausendschaften graumelierter Damen und Herren erstürmten die kleine Verkaufshalle im Vorhof des Geländes. Die (Zitat Anfang) für einen angemessenen Personenverkehr konzipierten Eingangsbereiche (Zitat Ende), geboten den verfressenen Mäulern unfreiwillig Halt. Das sich von diesem Zeitpunkt an, dem noch viel unfreiwilligerem Betrachter bietende Szenario, fasste einer der überlebenden Angestellten wie folgt zusammen: „Es sah aus, als wolle sich eine Herde wild gewordener Elefantenkühe durch ein Nadelöhr pressen. Nur nicht nacheinander, sondern alle zugleich.“ Der verantwortliche Schichtleiter, der sich, beschwichtigende Worte sprechend, äußerst ungünstig zwischen dem Eingang und dem ersten Brückenkopf feinster Nougatpralines positionierte, war auf der Stelle tot. Die Herde, welche beim ersten Ausfall schon eine erhebliche Zahl an Opfern zu verzeichnen hatte, was ihre Masse jedoch kaum minderte, riss schließlich die Stützpfeiler des Gebäudes ein, woraufhin Selbiges in sich zusammensackte – zur Freude der Nachzügler. Diese wühlten dann begeistert in den Trümmern und entrissen den teilweise noch röchelnden Verschütteten, die Schokoladentafeln aus den starren Griffen ihres nahenden Endes.
Aufgrund der Vorkommnisse ist mittlerweile eine landesweite Debatte über die Sicherheit bzgl. des vorweihnachtlichen Süßigkeitenverkaufs entbrannt. Die Politik gab sich bestürzt, wies aber jede Verantwortung von sich. Die Stadt sprach ihr Mitgefühl den Hinterbliebenen aus und warf dem örtlichen Bauamt Verfahrensmängel vor. Dieses wiederum, äußerte zwar Bedauern, verwies jedoch auf die mafiösen Strukturen der Busunternehmen, die (Zitat Anfang) die Menschen gleich Legehennen in ihre für den Langstreckenverkehr nur dürftigst ausgestatteten Vehikel zwängen und ohne Wasser oder Nahrungsmittel, teilweise über Stunden durch drei Länder kutschieren (Zitat Ende).
Als angemessene Reaktion auf den Vorfall versprach, der in der Schweiz residierende Firmenchef, großzügige Unterstützung in Form eines goldenen Mahnmals, einer riesigen Tafel Nussschokolade, in welche die Namen der Opfer in alphabetischer Reihenfolge eingraviert werde sollen. Der Entwurf eines bekannten Berner Aktionskünstlers läge bereits vor und man habe noch genügend Nazigold in Reserve, um unverzüglich zur Tat zu schreiten. Der Bürgermeister bezeichnete dieses Vorgehen als (Zitat Anfang) Konsens, der wohl allen Parteien gerecht werde (Zitat Ende).Auch die Landeskirche hielt sich in ihrer Bestürzung nicht zurück. Augenblicklich wurde die Spendenaktion zur Unterstützung hungernder Kinder in Darfur annulliert und an deren Stelle eine informativ wirkende Organisation zur präventiven Verhinderung produktbedingter Katastrophen gegründet.
Und so wird auch dieses Jahr, so mancher Bub seine Schokolade unter dem Weihnachtsbaume mit feinen Blutsprenkeln befleckt finden und strahlend in die gezeichneten Gesichter der Überlebenden blicken.